Mittags um halb eins, 28 Grad, der Weg zum Park führt über den Supermarktparkplatz. Du trägst Sandalen und merkst nichts. Dein Hund trippelt, zieht zur Seite auf den Grünstreifen und hebt abwechselnd die Pfoten. Heißer Asphalt wird für Hundepfoten deutlich früher zum Problem, als die Lufttemperatur vermuten lässt – und ein kurzer Handtest sagt dir zuverlässiger als jedes Thermometer, ob der Boden zu heiß ist.
Die Kurzantwort:
Asphalt heizt sich in der Sonne weit über die Lufttemperatur auf: Laut Vetmeduni Wien sind es bei 25 °C Luft rund 52 °C am Boden. Leg deine Handfläche einige Sekunden auf den Belag. Ist er dir zu heiß, ist er es auch für die Pfoten. Dann helfen frühe und späte Runden, schattige Wege und Gras – und dort, wo sich heiße Flächen nicht umgehen lassen, Hundeschuhe mit robuster Unterseite.
Ab wann ist Asphalt zu heiß für Hunde?
Eine Lufttemperatur, ab der es gefährlich wird, lässt sich nicht nennen, denn entscheidend ist der Boden. Dunkler Asphalt nimmt Sonnenwärme auf und speichert sie. Das Klinische Zentrum für Kleintiere der Vetmeduni Wien gibt dafür diese Richtwerte an:
| Lufttemperatur | Temperatur des Asphalts | Was das für die Runde heißt |
|---|---|---|
| 25 °C | rund 52 °C | Schon an einem normalen Sommertag vor jeder Runde den Boden prüfen |
| 30 °C | 55 bis 60 °C | Besonnten Asphalt meiden, Runden in den Morgen und Abend legen |
Die Werte gelten für Asphalt in der Sonne. Im Schatten, nach Regen oder bei bedecktem Himmel liegt der Boden deutlich darunter. Dieselbe Quelle warnt: Stark erhitzter Asphalt kann die empfindliche Ballenhaut innerhalb von Minuten verbrennen.
Wichtig ist außerdem die Tageszeit. Asphalt und Pflaster geben die gespeicherte Wärme noch lange ab. Ein Gehweg, der den ganzen Nachmittag in der Sonne lag, kann am frühen Abend noch zu heiß sein, obwohl die Luft schon abgekühlt ist.
Wie prüfst du in Sekunden, ob der Boden zu heiß ist?
Am einfachsten mit der eigenen Hand. Die Faustregel der Vetmeduni Wien lautet: Wenn die Oberfläche zu heiß für die Handfläche des Menschen ist, ist sie auch zu heiß für Hundepfoten.
So gehst du vor:
- Such die Stelle, über die ihr wirklich lauft, in der Sonne, nicht im Schatten der Haustür.
- Leg die Handfläche oder den Handrücken flach auf den Boden.
- Halte sie einige Sekunden dort.
- Musst du die Hand wegziehen oder wird es unangenehm, ist der Belag für deinen Hund zu heiß.
Wiederhole den Test auf anderem Untergrund, wenn die Strecke wechselt. Pflaster, Asphalt und Sand heizen sich unterschiedlich stark auf.
Der Test zeigt dir den Boden in diesem Moment. Seid ihr länger unterwegs, prüfe zwischendurch noch einmal, besonders wenn ihr aus dem Schatten in die Sonne wechselt. Achte auch auf einzelne Stellen, die dein Hund nicht umgehen kann: Metallabdeckungen im Gehweg und frisch geteerte Flächen werden in der Sonne besonders heiß. Lass ihn dort nicht stehen bleiben, etwa an einer roten Ampel, sondern warte ein paar Schritte weiter im Schatten.
Welche Böden heizen sich besonders auf?
Je dunkler und dichter eine Fläche ist, desto mehr Wärme speichert sie. Für die Sommerrunde heißt das:
- Asphalt und Teer: am kritischsten, vor allem frisch und dunkel, auf Straßen, Radwegen und Parkplätzen.
- Pflaster und Betonplatten: in der prallen Sonne ebenfalls schnell zu heiß, vor allem dunkle Steine.
- Sand: am Strand und auf Wegen in der Mittagssonne oft unterschätzt.
- Wiese, Waldboden, schattige Wege: bleiben am kühlsten und sind an heißen Tagen die bessere Strecke.
Was du am Meer zusätzlich beachten solltest, steht im Ratgeber Mit Hund am Strand.
Woran erkennst du verbrannte Hundepfoten – und was tust du dann?
Dein Hund zeigt es meist sofort. Er hebt die Pfoten, will nicht weiter, zieht in den Schatten oder aufs Gras. Später leckt er die Pfoten, humpelt oder mag nicht mehr auftreten. An den Ballen können gerötete Stellen, Blasen oder sich lösende Haut zu sehen sein.
Bring deinen Hund sofort vom heißen Boden herunter, trag ihn, wenn er klein genug ist, und kühle die Pfoten mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser. Lass verbrannte Ballen danach in der Tierarztpraxis ansehen. Verbrennungen durch heißen Asphalt gehören laut der Fachzeitschrift für Tiermedizinische Fachangestellte zu den häufigen Gründen, aus denen Hunde mit Pfotenverletzungen vorgestellt werden.
Gut zu wissen: Blasen, offene Stellen und lose Ballenhaut gehören immer in tierärztliche Hände. Trag bitte keine Salben oder Hausmittel auf verbrannte Haut auf, bevor die Pfote untersucht wurde. Und denk an den ganzen Hund: Starkes Hecheln, Taumeln oder Teilnahmslosigkeit an heißen Tagen sind ein Notfall.
Wie schützt du die Pfoten deines Hundes im Sommer?
Am sichersten ist es, heißen Boden gar nicht erst zu betreten. Mit ein paar Gewohnheiten gelingt das an den meisten Tagen:
- Zeiten verlegen: große Runden früh am Morgen und spät am Abend, mittags nur kurz zum Lösen.
- Strecke wählen: Schattenseite der Straße, Parks, Waldwege, Wiesenränder.
- Heiße Abschnitte überbrücken: kleine Hunde über den Parkplatz tragen, mit großen Hunden zügig auf den Grünstreifen wechseln.
- Nach dem Baden aufpassen: Vom Wasser aufgeweichte Ballenhaut ist verletzlicher.
- Sport reduzieren: Läuft dein Hund am Fahrrad oder beim Joggen mit, nutzt sich die Ballenhaut durch die Reibung stärker ab. Auf warmem Asphalt kommt beides zusammen.
- Pfoten ansehen: ein kurzer Blick auf die Ballen nach jeder Runde an heißen Tagen.
Welche Möglichkeiten es neben dem Ausweichen gibt und was Balsam und Wachs leisten, vergleicht unser Ratgeber Pfotenschutz mit Schuhen, Balsam oder Wachs.
In der Stadt lässt sich heißer Belag aber nicht immer umgehen. Der Weg zur Grünfläche führt über Asphalt, die Wohnung liegt an einer Hauptstraße, die Tierarztpraxis hat nur Parkplätze in der Sonne. Für solche Abschnitte gibt es Hundeschuhe.
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Wann sind Hundeschuhe im Sommer sinnvoll?
Hundeschuhe legen eine Schicht zwischen Pfote und Boden. Bei den Canivoa PawGuard Hundeschuhen ist das eine Unterseite aus dichtem Latex, darüber sitzt eine weiche Strick-Socke mit Klettband. So berühren die Ballen den heißen Belag nicht direkt. Der Name der Produktseite nennt den Winter, weil die Schuhe ebenso vor Streusalz und Splitt schützen – gebaut sind sie für das ganze Jahr.
Sinnvoll sind Hundeschuhe für den Sommer vor allem dann:
- wenn ihr in der Stadt wohnt und heiße Abschnitte auf jeder Runde dazugehören,
- für den Weg über Parkplätze, Promenaden und heißen Sand,
- bei Hunden, die empfindliche oder bereits strapazierte Ballen haben.
Drei Grenzen gehören dazu. Schuhe schützen die Ballen, nicht den Hund vor der Hitze insgesamt, eine lange Mittagsrunde bleibt auch mit Schuhen eine schlechte Idee. Zieh die Schuhe nach dem heißen Abschnitt wieder aus. Und übe das Tragen vorher zuhause, denn die ersten Schritte sehen bei fast jedem Hund ungewohnt aus.
Die PawGuard gibt es im 4er-Set in fünf Größen von M bis 3XL. Für kleine Hunde mit schmalen Pfoten findest du leichtere Modelle bei unseren Hundeschuhen und Hundesocken. Welche Größe passt, zeigt der Ratgeber Hundeschuhgröße richtig messen.
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Fazit: Erst die Hand auf den Boden, dann die Pfote
Ob heißer Asphalt für Hundepfoten zu heiß ist, sagt dir nicht die Wetter-App, sondern deine Hand. Schon bei 25 °C Lufttemperatur kann besonnter Asphalt über 50 °C erreichen. Leg die großen Runden in den Morgen und Abend, such Schatten und Gras und schau nach heißen Tagen auf die Ballen. Für Wege, die sich nicht umgehen lassen, sind die PawGuard Hundeschuhe mit Latex-Unterseite eine einfache Lösung. Weiteren Pfotenschutz für den Sommer findest du in unserer Kategorie.
Häufige Fragen zu heißem Asphalt und Hundepfoten
Bei wie viel Grad sollte ich mit meinem Hund nicht mehr über Asphalt gehen?
Eine feste Gradzahl gibt es nicht, weil Sonne, Farbe des Belags und Tageszeit entscheiden. Nach den Richtwerten der Vetmeduni Wien erreicht Asphalt schon bei 25 °C Luft rund 52 °C. Prüfe den Boden deshalb an jedem sonnigen Sommertag mit der Hand.
Ist der Asphalt abends wieder kühl genug?
Nicht automatisch. Asphalt speichert die Wärme des Tages und gibt sie noch lange ab. Mach den Handtest auch am frühen Abend, vor allem auf Flächen, die den ganzen Nachmittag in der Sonne lagen.
Schützt Pfotenbalsam vor heißem Asphalt?
Balsam pflegt die Ballenhaut und hält sie geschmeidig. Eine Schicht zwischen Pfote und heißem Boden ist er nicht. Vor Hitze von unten schützen nur Ausweichen auf kühlen Untergrund oder Schuhe.
Welche Hundeschuhe eignen sich für heißen Asphalt in der Stadt?
Achte auf eine robuste, geschlossene Unterseite, einen festen Sitz am Bein und die richtige Größe. Die Canivoa PawGuard haben eine Latex-Unterseite, ein Klettband über dem Knöchel und passen bei Pfotenbreiten von 4,3 bis 7,4 cm.
Können sich Hunde auch auf heißem Sand die Pfoten verbrennen?
Ja, trockener Sand heizt sich in der Mittagssonne stark auf. Mach am Strand denselben Handtest, geh morgens oder abends und bleib tagsüber am feuchten Wassersaum, wo der Sand kühl ist.


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